Archiv für den Monat: Juli 2013

Summer Bancha Aoyanagi der Takeo Farm

Es ist wieder an der Zeit für einen Bancha. Dieses Mal wird ein biologisch angebauter Bancha der Takeo Farm aus Sommerplückung verköstigt. Was gleich auffällt ist, dass die Blätter des Summer Bancha Aoyanagi ein bisschen kleiner und dunkler sind verglichen mit dem Autumn Bancha der gleichen Farm. Da die Sonneneinstrahlung im Sommer grösser ist als im Herbst müsste eigentlich die Sommerpflückung heller sein. Ich gehe deshalb davon aus, dass für diese Sommerplückung die unteren Blätter, welche von den neuen Trieben beschattet werden, verwendet wurden.

Summer Bancha Aoyanagi

Summer Bancha Aoyanagi

Summer Bancha mit Dobin Kanne
Summer Bancha mit Dobin Kanne

Aufgegossen wurde dieser Bancha in einer Dobin Kanne. Eigentlich sind Dobin Kannen eher für grössere Tee Mengen vorgesehen aber mein Model ist vom Volumen her eher klein. Verwendet wurde ein Teelöffel voll des Bancha was ungefähr 5 gramm sind. Die Temperatur dürfte etwa 60 oder 70 Grad heiss gewesen sein. So genau weiss ich das nie und anfangen mit dem Thermometer herum zu hantieren werde ich sicher nicht auf meine alten Tage.

Aufguss des Summer Bancha

Aufguss des Summer Bancha

Der Aufguss hat nach knapp zwei Minuten eine klare, gelb-grüne Farbe. Anders als der Autumn Bancha verfügt dieser Bancha über eine erfrischende Herbe, Klarheit und Strenge aber auch das bekannte gemüsige Aroma. Der Abgang ist dezent süsslich jedoch in keiner Weise vergleichbar mit einem Sencha oder Gyokuro. Aufgrund dieser Zurückhaltung passt dieser Bancha gut zu einem Essen oder, wie gerade jetzt, zum Verfassen eines Blog Post.

 

 

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Obubu Tea – Houjicha (Dark Roast)

Meine Entdeckungsreise durch die Welt der japanischen Teesorten hat mich diesmal zu Houjicha geführt. Für diejenigen die Houjicha genauso wie für mich Neuland ist habe ich im nächsten Abschnitt einn kurzen Überblick verfasst.

Houjicha Aufguss mit Blume

Houjicha Aufguss

Houjicha von Obubu Tea

Houjicha Blätter

Houjicha ist ein gerösteter Grüntee aus Japan. Der Röstvorgang ist der Grund, dass Houjicha sowohl optisch als auch geschmacklich überhaupt nicht wie ein grüner Tee wirkt sondern eher wie ein Schwarztee oder Pu-Erh. Hergestellt wird dieser Tee in der Regel aus Bancha aber es wird zuweilen auch Sencha oder Kukicha verwendet. Da durch die Röstung Bitterstoffe sowie Koffein abgebaut werden ist der Tee sehr mild und taugt deshalb nicht als Muntermacher.

Der Houjicha (Dark Roast) von Obubu Tea ist, wie der Name schon verrät, stark geröstet. Der Duft hat etwas Holziges und erinnert mich an Tabak,  Pfeifentabak. Das weckt Erinnerungen an die Schulzeit als ich Pfeifentabak für Herrn Hafen, den Hausmeister der Schule holen durfte. Das war früher kein Problem und erstaunlicherweise haben wir es alle überlebt, irgendwie.  Aber Borkum Riff Ultra Light musste es sein und kein anderer. Dafür gab es aber auch immer ein schönes Trinkgeld.

Zurück zum Tee: Diesen habe ich mit etwa 90° heissem Wasser aufgegossen und für rund eine Minute, vielleicht auch etwas mehr, ziehen gelassen. Der Tabakduft blieb auch beim aufgegossenen Houjicha bestehen. Ausserdem gesellte sich der Geschmack von dunkler Schokolade und Kaffee dazu. Auch hier sehe ich Parallelen zu gewissen Pu-Erh Tees. Röst- oder Raucharomen halten sich dezent zurück und gewähren erdigen Tönen den Vortritt. Der Aufguss schimmert Kastanienbraun in der Tasse – eine ungewohnte Farbe für einen grünen Tee.

Tee in Gaiwan

Houjicha im Gaiwan

Wie man auf dem Foto schön sieht habe ich auch für den Houjicha meinen bewährten Gaiwan verwendet. Natürlich hätte ich auch eine Kyusu oder eine Dobin Kanne verwenden können aber da ich mich immer auf ein neues „Werkzeug“ einstellen muss und ich nur eine 10g Probe vom Houjicha habe lasse ich lieber das Experimentieren.

Der zweite Aufguss ist wesentlich heller als der erste. Dies mag daran liegen, dass ich die empfohlene Ziehzeit beim ersten Aufguss bei weitem überschritten habe.  Auch beim zweiten Aufguss überwiegen die holzigen, tabakartigen und schokoladigen Aromen. Diese sind aber insgesamt milder. Das Fehlen jeglicher Herbe oder gar Bitterkeit irritiert ein wenig obwohl gerade das einen Houjicha ausmacht.

Houjicha Blätter nach dem Aufguss

Houjicha Blätter nach dem Aufguss

Der dritte Aufguss ist ähnlich wie der zweite eher unspektakulär. Ich merke wie langsam der Saft ausgeht. Dennoch schmecke ich auch hier eine neue Nuance – die von Chai. Wenn auch nicht ganz so würzig und auch das Milchige fehlt. Obubu Tea empfiehlt aus den übrig gebliebenen Teeblättern Eistee zu machen und so den Rest heraus zu holen. Ich werde dies beim nächsten Mal versuchen und auch ein Houjicha Latte hört sich interessant an.

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Autumn Bancha der Takeo Farm

Heute durfte ich einen besonderen Tee aus Japan verkosten.  Einen biologisch angebauten Bancha aus Herbstpflückung vom Familienbetrieb Takeo aus der Mie Präfektur. Takeo produziert schon seit 1993 rein biologisch und ist seit 2000 auch nach JAS (Japanese Agricultural Standard) zertifiziert.

Japanischer Tee mit Teeschalen

Autumn Bancha

Mit japanischen Tees habe ich nicht so viel Erfahrung wie mit chinesischen und insbesondere auch Oolong.  Zubereitet habe ich deshalb den Bancha, man möge mir verzeihen, im Gaiwan. Die Wassertemperatur dürfte etwa 60, vielleicht auch 70° Grad gewesen sein und ich habe einen Teelöffel des Bancha verwendet. Wassermenge habe ich gewählt wie auch sonst immer: Wasser aufgiessen bis alle Blätter bedeckt sind.

Japanischer Tee Aufguss

Bancha Aufguss

Der erste Aufguss durfte rund 1 Minute ziehen und wurde dann in meine Celadon Tassen gegossen. Der Aufguss ist klar und intensiv grün. Bei japanischen Grüntee ist dies die Regel aber wenn man eher chinesische Grüntee gewohnt ist erstaunt dies doch ein wenig. Das Aroma ist überraschend frisch mit einer milden Süsse, klar und dezent. Unweigerlich kommen da Gedanken über den Zen Stil mit den klaren und minimalistischen Formen in den Sinn.

Teeblätter nach dem Aufguss

Die aufgegossenen Blätter

Aussergewöhnlich bei diesem Tee ist auch, dass er gänzlich frei von Herbe ist. Trotz mehrmahligem Aufgiessen und auch bei längerer Ziehzeit wurde der Tee nicht bitter. Dies dürfte sicher für diejenigen enttäuschend sein die sich einen Tee mit etwas mehr „punch“ gewünscht hätten. Im Grundton herausschmecken konnte ich ebenfalls etwas gemüsiges und, für mich etwas erstaunlich, einen Hauch von Seetang. Wer mich kennt weiss, dass ich mit Meeresfrüchten und derselben, dazu gehört für mich auch Seetang, nicht viel anfangen kann. Dennoch stört mich dieser Geschmack überhaupt nicht.  Mehr noch vervollständigt er das Bild welches ich von Japan bzw. japanischen Produkten wie diesem Tee habe.

Mein Eindruck von diesem Tee ist überaus positiv insbesondere da ich so meine Vorurteile gegenüber maschinell verarbeitetem Tee hatte. Dazu kommt, dass dieser Tee eher in einer günstigen Preisregion angesiedelt ist. Insgesamt kann ich diesen Tee mehr als nur empfehlen und er macht Lust auf weitere japanische Tees.

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Teaguardian über Yixing Teekannen

Heute will ich euch ein Video von Teaguardian über die Handhabung von Yixing Teekannen vorstellen. Trotz der angenehmen Kürze von  etwas über 8 Minuten deckt es doch alle Bereiche von diesem speziellen Thema ab. Besonders gut gefällt mir wie die unterschiedlichen Designs behandelt werden.

Das Video selbst ist in englischer Sprache aber Aufgrund der sehr guten Darstellung auch für Personen verständlich die nicht der englischen Sprache mächtig sind.

Das Video:

Japon, la voie du thé

Par hasard je trouvé le reportage „Japon, la voie du thé“, sur Youtube. Le rapport lui-même est de Geo et a été diffusé sur Arte. Dans la reportage du thé agriculteur Kazuo Watanabe de Kyushu est accompagné par l’équipe Geo dans le processus de production de thés verts japonais.

Le reportage se voit dans la qualité du contenu HD et aussi une reportage très réussie. Même ici, les carences de contenu sont détectés (c’est ce qu’on appelle la fermentation plutôt que l’oxydation), mais ce rapport est le meilleur que j’ai vu sur le thème du thé vert ou du thé à tout téléviseur.

Voici le reportage: