Okuyutaka: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Teewiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
(Die Seite wurde neu angelegt: „'''Okuyutaka''' (jap. 奥ゆたか) ist ein japanischer Kultivar der Pflanzenart Camellia sinensis. Er wird überwiegend für die Herstellung von Grüntee verwendet und zeichnet sich insbesondere durch sein kräftiges Aroma sowie einen vergleichsweise hohen Ertrag aus. == Geschichte und Herkunft == Der Okuyutaka-Kultivar wurde in Japan durch gezielte Kreuzung verschiedener Teepflanzenlinien entwickelt, um die Vorteile bekannter Sorten…“)
 
Zeile 36: Zeile 36:


== Literatur und Weblinks ==
== Literatur und Weblinks ==
* National Agriculture and Food Research Organization (NARO): [https://www.naro.go.jp/]
* [https://www.naro.go.jp/ National Agriculture and Food Research Organization (NARO)]
* Teeverband Kagoshima (鹿児島県茶業会議所). Kultivarbroschüre Okuyutaka (japanisch): [https://kagoshima-cha.or.jp/]
* [https://kagoshima-cha.or.jp/Teeverband Kagoshima (鹿児島県茶業会議所). Kultivarbroschüre Okuyutaka (japanisch):]
* [[Teapedia.org]] – Online-Enzyklopädie rund um Tee
* [Teapedia.org – Online-Enzyklopädie rund um Tee]

Version vom 11. Februar 2025, 12:17 Uhr

Okuyutaka (jap. 奥ゆたか) ist ein japanischer Kultivar der Pflanzenart Camellia sinensis. Er wird überwiegend für die Herstellung von Grüntee verwendet und zeichnet sich insbesondere durch sein kräftiges Aroma sowie einen vergleichsweise hohen Ertrag aus.

Geschichte und Herkunft

Der Okuyutaka-Kultivar wurde in Japan durch gezielte Kreuzung verschiedener Teepflanzenlinien entwickelt, um die Vorteile bekannter Sorten – wie hohes Wachstumspotenzial und stabile Krankheitsresistenz – zu vereinen. Offiziell registriert wurde Okuyutaka in den 1980er-Jahren. Besonders in den südlichen Anbaugebieten Japans, allen voran in Kagoshima und Teilen der Präfektur Miyazaki, fand er aufgrund seines ausgeprägten Aromas und seiner Widerstandsfähigkeit schnell Verbreitung.

Eigenschaften

Blattform und Wuchs

Die Blätter des Okuyutaka-Kultivars sind etwas größer als die von Standard-Sorten wie Yabukita. Sie zeichnen sich durch eine leicht längliche Form und eine dunkle, glänzende Blattoberfläche aus. Die Pflanze selbst wächst aufrecht und neigt zu einer buschigen Verzweigung, was beim Pflücken der Blätter von Vorteil ist.

Erntezeitpunkt

Okuyutaka wird in der Regel etwas später geerntet als Yabukita, sodass er oft als „mittelfrüh bis mittellate“ Sorte eingestuft wird. Durch den etwas verzögerten Austrieb können die Blätter mehr Inhaltsstoffe anreichern, was in einem kräftigen, teilweise leicht süßlichen Geschmack resultiert.

Geschmack und Aromaprofil

Der Tee, der aus den Blättern von Okuyutaka hergestellt wird, zeichnet sich durch ein frisches, vollmundiges Aroma mit einer dezenten Süße aus. Er verfügt oftmals über eine leicht herbe Note im Abgang, die von vielen Teekennern geschätzt wird. Das Geschmacksprofil ist kräftiger als das mancher anderer japanischer Teesorten.

Resistenzen

Okuyutaka weist eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegenüber bestimmten Pflanzenkrankheiten und Schädlingen auf. Das erleichtert den Anbau und reduziert den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.

Anbau und Verarbeitung

Anbauregionen Obwohl Okuyutaka in mehreren Regionen Japans kultiviert wird, ist er besonders in der Präfektur Kagoshima verbreitet. Das milde Klima und die mineralreichen Vulkanböden in dieser Region bieten ideale Bedingungen für ein gleichmäßiges Wachstum und eine ausgewogene Geschmacksentwicklung der Teepflanzen.

Verarbeitung

Aus Okuyutaka wird traditionell Sencha hergestellt, seltener auch Fukamushicha (tiefgedämpfter Tee). Dabei werden die Blätter nach der Ernte sorgfältig gedämpft (um Oxidationsprozesse zu unterbinden), gerollt und getrocknet. Dieser Prozess bewahrt die frische, grüne Farbe und das charakteristische Aroma. Einige Teebauern nutzen den Kultivar zudem für Kabusecha (Halbschattentee), um den Süßegrad noch weiter zu steigern.

Qualitätsmerkmale

Die Blätter von hochwertigem Okuyutaka-Sencha sind intensiv grün, fein gerollt und weisen einen glänzenden Schimmer auf. Ein typisches Qualitätskriterium ist das ausgewogene Zusammenspiel von vollmundigem Körper und einer sanften Süße, oft mit einem Hauch von Umami.

Verwendung

Hauptsächlich wird Okuyutaka als Aufgussgetränk zubereitet. Aufgrund seines kräftigen Profils ist er sowohl für den puren Genuss als auch für die Verwendung in modernen Tee-Kreationen geeignet, etwa in Kombination mit Matcha oder als Grundlage für Eistee.

Siehe auch

  • Yabukita – Der am weitesten verbreitete japanische Teekultivar
  • Camellia sinensis – Botanische Grundlagen zur Teepflanze
  • Sencha – Der in Japan am häufigsten getrunkene Grüntee

Literatur und Weblinks